Kastration

Tagtäglich werden in Rumänien Hundewelpen „entsorgt“. Das eigene Tier kastrieren zu lassen, ist den meisten Rumänen zu teuer, zu umständlich und gegen die Natur.

 

Jede geschlechtsreife freilaufende Hündin produziert demnach zweimal pro Jahr ungewollten Nachwuchs. Das Leben der Welpen ungewiss und ungewollt – neben den gängigen Entsorgungspraktiken wie ertränken, aussetzen, erschlagen, ersticken oder dem Platz in der Mülltonne –werden sie nach der Geburt mutterseelenallein vor dem „Tierheim“ abgestellt.

 

 

Nachhaltigkeit und Prävention ist nur dann gegeben wenn Seitens der Stadt/Land/Politik entsprechende Maßnahmen zur humaneren Eindämmung (Kastration) der Population verbindlich getroffen werden.  Braila, eine Stadt in Rumänien (Nähe Bukarest) mit über 5.000 Straßenhunden, hat sich bereit erklärt – das Konzept in Zusammenarbeit mit uns:

Perspektierisch e.V. & Salvate Canes e.V.

weiterhin umzusetzen.

Kastration verstehen – Tierschutz erkennen!

Eigentlich kennen wir doch alle die Lösung für das Streunerproblem in z.B.Rumänien....soviele Hunde wie möglich kastrieren!! Aber mal ehrlich..du da, als Verein: Wieviel Prozent eurer Spenden werden zum kastrieren genommen? (kein Vorwurf :) Oder du da, als Spender: Wie oft spendest du für Kastrationen? (kein Vorwurf :) Wir wissen alle, dass der Großteil in Kastrationen fließen sollte....tut er aber nicht!! Es werden z.B. immer neue Auffangstationen in fast allen Teilen des Landes gebaut. Viele davon sind in einem schlechten Zustand, werden schlecht geführt oder sind einfach nur überfüllt, das der einzige Ausweg für die Hunde eine Adoption in das Ausland (Deutschland,Österreich,Schweiz) bedeutet. Das ist auch kein Vorwurf....nein,das ist es ganz sicher nicht. Es ist genau das, was passieren muss wenn man als Tierschützer eine Auffangstation in einem Land betreibt, an dem es an jeder Ecke Hundeelend gibt. Natürlich kann man einem kranken Hund nicht einfach nur zuschauen. Man wird ihn aufnehmen und verpflegen. So kommt man ganz schnell in den Teufelskreis Die Stationen sind überfüllt, die Versorgung sowie die Instandhaltung und Hygiene leiden.Nicht ausreichende finanzielle Mittel und somit auch nicht ausreichend Personal. So wird aus dem angedachten Hunde Paradies eine Verwahrungsstation. Wo oft nur die Adoption die Rettung in ein artgerechtes Hundeleben bedeutet. Man ist auch in Rumänien mehr als 10.000 Euro los wenn man eine kleine Station für 40-50 Hunde bauen möchte. Nicht falsch verstehen, natürlich bin ich nicht gegen den Bau von Stationen.Sie sind sogar sehr wichtig. Aber wenn man sich überlegt das man mit 10.000 Euro bis zu 400 Hunde in Rumänien kastrieren könnte. Wenn von diesen 400 Hunden nur 50 Hündinnen einen Wurf a 6 Welpen bekommen hätte, hätte man im ersten Jahr 300 Hunden das Leben gerettet bzw. es wäre erst gar nicht entstanden. Eine Zahl die solch eine kleine Station niemals bewältigt bekommen würde. Wir wissen alle wie wichtig Kastrationsprojekte sind, doch werden diese fast immer zu wenig gefördert. Es gibt mehr Hunde als Adoptanten. Daran sollten wir etwas ändern und die Stationen unterstützen, die es schon gibt um dort erstmal die Lebensumstände zu verbessern. Der ein oder andere könnte noch auf die Idee kommen ganze „Hunde Städte“ zu realisieren ;-) Viele die schon des öfteren in Rumänien waren, werden bestätigen, dass die meisten Hunde nicht mal die Chance auf einen eigenen Namen haben. Es sind einfach zu viele. Die wenigsten Hunde haben das Glück einen eigenen Namen zu tragen, ein eigenes Bild im Internet zu bekommen oder gar eine eigene Patin zu besitzen. Nein, die meisten leiden, sitzen Jahre oder lebenslang im Zwinger, wenig Chance auf Freiheit! Von den meisten dieser armen Seelen bekommen die meisten nur nichts mit. Aber es gibt sie und leider sind es tausende. Liebe Vereine, liebe Tierschützer – unterstützt Kastrationsprojekte, dies ist der einzige Weg, LEBEN zu retten – und zwar nachhaltig. Machen wir so weiter, werden wir auch in weiteren 10 Jahren nicht viel verändert haben für die Straßenhunde! Jeder einzelne hat es verdient- das ist richtig! Aber eben deswegen hat es JEDER EINZELNE verdient, erst gar nicht „gerettet“ werden zu müssen!

unsere mobile Kastrastation

Die mobile, kompakte Kastrationsstation kann mit wenigen Handgriffen schnell auf- und abgebaut werden. Ein Vorteil um möglichst effektiv die Straßenhundproblematik in kurzer Zeit an verschiedenen Orten durch flächendeckende Kastrationen eindämmen zu können.

 

Du hast ein Kastrationsprojekt und brauchst eine mobile Kastrationsstation, dann melde dich

perspektierisch@web.de

Die Planung und Vorbereitung für unsere Kastrationsaktion vom 20.-24.06.2016 in Braila geht in großen Schritten voran. Durch die Erfahrung aus vorangegangen Kastrationsaktionen sowie Umsetzung und Talent unseres Mitglieds Ingo, können wir nun das mobile Equipment präsentieren. Damit wir Hand anlegen und die Hunde auch davon profitieren können, ist aber noch einiges an medizinischem Material zu kaufen.

Unterstützt unsere Aktion: Frei Leben - für ein nachhaltiges Hundeleben ohne Leid und ungewolltem Nachwuchs.


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