Reisebericht Thailand

PerspekTierisch hat Pa Düen nach dem Brandanschlag in Thailand besucht!

Durch Mithilfe einiger Anwohner waren die Brandschäden kaum noch sichtbar. Auch brachten einige von ihnen Futterspenden, um die Versorgung der Hunde zu unterstützen. Es war für uns sehr bewegend zu sehen, dass auch Einheimische Pa Düen und ihren Hunden nach dem Unglück geholfen haben.

Dank der zahlreichen Sachspenden konnten auch wir direkt helfen und haben gemeinsam mit Pa Düen die Hunde mit Spot On versorgt und ihnen Vitaminpaste geben - was auch bitter nötig war! Ungeachtet der mangelnden sprachlichen Verständigung haben wir im Team gut zusammengearbeitet und konnten herzlich miteinander umgehen. An dieser Stelle möchten wir nochmals allen Spendern DANKEN! Ohne eure Hilfe hätten wir Pa Düens Schützlinge nicht versorgen können.

Trotz der schönen Momente sind uns natürlich auch die dortigen Missstände nicht entgangen: Die über 200 Hunde leben auf einem nicht allzu großen Areal zusammen. Es sind leider nur 6 Gehege vorhanden, sodass die meisten Hunde Teil eines großen Rudels sind. Bei dieser hohen Anzahl an zusammenlebenden Tieren sind Aggressionen, Futterneid und eine rasche Ausbreitung ansteckender Krankheiten nicht in den Griff zu bekommen. Durchgehende Anspannung bei den Hunden wurde deutlich und es musste immer wieder eingeschritten werden, um schlimmere Beißereien zu vermeiden. Viele Hunde sind mit diversen Parasiten übersäht und leiden an Räude oder anderen Krankheiten.

Vor allem die Mütter mit ihren Welpen haben uns einen Stich ins Herz versetzt: sie sind zum Schutz vor Angriffen anderer Hunde über Monate hinweg in einem kleinen Käfig eingesperrt, der als eine Art provisorische Wurfbox dient. Nicht nur, dass sie keinerlei Bewegungsfreiheit haben, sie sind aufgrund mangelnden Sichtschutzes auch permanentem Stress durch ihre Artgenossen ausgesetzt. Es hat uns das Herz gebrochen, die vielen kleinen Welpen mit ihren Müttern so zu sehen. Selbst einige Junghunde müssen sicherheitshalber den gesamten Tag in ihren Boxen verbleiben - an dieser Stelle muss unbedingt sofortige Abhilfe geschafft werden! PerspekTierisch möchte hier gerne unterstützen und größere Gehege bauen.

Durch starke Nachbarschaftsbeschwerden sowie den Bau einer Hotelanlage in unmittelbarer Nähe ist zudem leider absehbar, dass Pa Düen das Gelände über kurz oder lang verlassen muss. Die Verhandlungen über ein genaues Datum dauern momentan noch an. Auch dies bereitet uns große Bauchschmerzen und wir hoffen sehr, hier eine gute, dauerhafte Lösung für Pa Düen und ihre Hunde finden zu können.

Wir sind beeindruckt von Pa Düens unwahrscheinlich großem Herzen. Eine Frau, die selbst kaum genug zum Leben hat, teilt das Wenige, was sie besitzt, so selbstlos und liebevoll mit ihren Hunden. Wir hoffen, mit eurer Unterstützung Pa Düen weiter helfen und unsere Vorschläge für die Hunde umsetzen zu können ♥

Unser herzlichster Dank gilt auch Ulrike Brunner und ihrer vor Ort lebenden Freundin Gabi. Ohne die Hilfe der beiden und ihres Teams wären unsere ersten Schritte im Land des Lächelns nicht möglich gewesen. Die beiden waren es auch, die uns auf Pa Düen und ihre Hunde aufmerksam gemacht haben. :)