Danyflor - "Tötungsstation" wird mittels Spenden neu aufgebaut


Aufgrund der gewaltigen Reichweite etlicher Spendenaufrufe für das Danyflor möchten wir an dieser Stelle ein wenig über dieses „Tierheim“berichten – aus eigener Erfahrung:
Das Danyflor war eine Tötungsstation, die aktuell aufgrund eines ausgelaufenen Vertrags mit der Stadt Timisoara als privates Tierheim läuft und in den Aufrufen ausschließlich als solches deklariert wird. Viele unwissende Spender werden dazu verleitet, insgesamt Unmengen an Geld und Sachspenden an besagtes „Tierheim“ zu senden – leider informieren sich die wenigsten zuvor über die Hintergründe und vor allem die Geschichte dieses „Tierheims“.

Wir verstehen JEDEN, der den Hunden helfen möchte, denn das würden wir selbst gerne. Es stellt sich nicht die Frage, ob man helfen möchte oder nicht - das Danyflor ist eine ehemalige Tötungsstation die selbst noch im vergangenen Jahr etliche Hunde getötet hat! Wir sollen jetzt also das unterstützen, was jeder Tierschützer um jeden Preis zu "bekämpfen" versucht?! Unzählige Tierschützer wollen nun, teils wissend, teils unwissend, eine ehemalige Tötungsstation wieder aufbauen,die - wenn es erlaubt wäre - absolut kein Problem damit hätte, weitere Hunde leichtfertig ums Leben zu bringen!

Ihr glaubt uns nicht?
Zu Demonstationszwecken haben wir einmal das Stichwort Danyflor in eine beliebige Suchmaschine gespeist; zu den ersten Ergebnissen zählen folgende Überschriften: „Hunde-Töten in Karlsruher Partnerstadt: Tierschützer schlagen Alarm“ und „Subventionierte Tierquälerei im Tierheim Danyflor in Rumänien” – an dieser Stelle sollte jedem Tierschützer eine gewisse Skepsis ins Gesicht geschrieben sein. Natürlich sollte man vor allem Quellen aus dem Internet nicht alles glauben, doch Nachforschungen ergeben schnell, dass diese Überschriften nicht von einer missgünstigen Person in die Welt gesetzt worden sind, sondern von vielen unterschiedlichen Tierschützern stammen, die ihre Erfahrungen dort zumeist mit Fotos und Videos zu untermauern wissen.

Als im Herbst 2013 die erneute Tötung angekündigt wurde, versuchten diverse Organisationen (uns eingeschlossen) verzweifelt, möglichst viele Hundeleben aus dem Danyflor zu retten. Gemeinsam mit Romulus Sale retteten wir im Oktober 2013 wie auch im Januar jeweils über 100 Hunde, später im Januar nochmals knapp 30. Wir unterstützten einige engagierten Damen mit Rat und Tat beim Einstieg in den Tierschutz, welche bald darauf die Hundehilfe Timisoara gründeten und mit Hilfe einer freiwilligen Helferin vor Ort eigenständig Hundebefreiten. Die Hundehilfe und weitere dort tätige Organisationen beschafften zudem allerlei Futter und sonstige Sachspenden, mit welchen die Hunde im Danyflor versorgt werden sollten. An dieser Stelle sollte man meinen, dass es bergauf ginge und eine Besserung der Zustände vor Ort in Sicht käme – leider weit gefehlt! Die Hunde wurden weiterhin nur sporadisch gefüttert und mit Wasser versorgt. Den schlechten Zustand der Hunde wird die Hundehilfe wie auch diverse Adoptanten und Pflegestellen bestätigen können.

Insgesamt haben wir gemeinsam mit Romulus Sale etwa 300 Hunde aus dem Danyflor retten können und jedes Mal war es grausam, die Hunde auszusuchen – zu bestimmen, wer die Chance auf ein neues Leben erhält und wer in den isolierten, krankheitsverseuchten Trakten zurückbleiben musste.

Aktuell haben wir Informationen von einer großen Tierschutzorganisation, Pro Animale e.V., die im letzten Jahr versucht hat, die Lebensumstände der Hunde im Danyflor gemeinsam mit dem Tierheimleiter (der im Übrigen seit 2001 bis HEUTE das Danyflor leitet) zu verbessern. Pro Animale hatte sogar angedacht, ein privates Tierheim vor Ort zu gründen, um die Hunde darin nach deutschem Standard versorgen zu können, Platz und Geld waren zu Genüge vorhanden. Dies war nicht der erste große Verein mit entsprechendem Budget, der so etwas versucht hat. Die Verhandlungen sind gescheitert - ebenso wie sämtliche vorangegangene Versuche anderer Vereine. Dennoch hat Pro Animale auch nach dem Brand erneut angeboten, mehrere Hunde sofort aufzunehmen und eigenständig zuversorgen - auch dies war nicht im Interesse der FIRMA Danyflor. Wir fragen uns: warum, wenn es hier doch anscheinend nur um die Hunde geht?!

Wir selbst kennen das Danyflor seit fast 4 Jahren und waren mehrmals im Jahr dort, haben Hunde kastriert und auch sehr viele rausgeholt und mit Romulus Sale zusammen in das Casa Cainelui gebracht und versorgt.

Wir sprechen aus Erfahrung, wenn wir sagen: das Danyflor wird nicht von Tierschützern betrieben und wird es auch nie, denn das Danyflor ist immer schon eine private Organisation/Firma gewesen, die unter dem Leiter und gleichzeitigem Inhaber vollkommen unabhängig von der Stadtverwaltung agieren konnte. Die Stadt Timisoara vergibt allerdings in bestimmten Abständen nach einer entsprechenden Ausschreibung Verträge an Tierheime, für welche das Danyflor oftmals der einzige Bewerber ist. Diese Verträge verpflichten das entsprechende Tierheim u.A. zur Verwaltung der Straßenhunde – und demnach auch zur Tötung von Hunden, wann immer die Stadtverwaltung dies verlangt! Die nächste Ausschreibung der Stadt ist HEUTE, am 11.11.2014 – wir sind gespannt, wer den Zuschlag bekommt... Unabhängig davon hat das Danyflor immer schon Verträge mit den umliegenden Kommunen und ist für die dortigen Hunde zuständig, auch aktuell.


Das Zahlenmaterial und auch der folgende Link bezieht sich nur auf die Stadt Timisoara und nicht die Kommunen, die ebenfalls
für die Leistung vom Danyflor bezahlen.


Den Grund, warum das Danyflor für neun Monate keinen Vertag mit der Stadt Timisoara hatte, findet ihr in dem nachfolgenden Link: http://translate.google.ro/translate?hl=de&sl=ro&u=http%3A%2F%2Fwww.timisoaraexpress.ro%2Fstiri-locale-timisoara%2Ftimisoara-a-cheltuit-25-milioane-de-euro-pentru-cainii-fara-stapan_9616&prev=search


Bitte habt Verständnis, dass wir mangels perfekter Sprachkenntnis den rumänischen Zeitungsartikel mit Google übersetzt haben, worum es geht sollte dennoch deutlich werden:




Der Abriss der abgebrannten Zwingeranlage war schon länger geplant - die übrigen Trakte sind im Übrigen bereits abgerissen und durch Außenzwinger ersetzt worden - Zufall?

Man könnte natürlich argumentieren, dass der Neubau von Zwingeranlagen zur Verbesserung der Lebensumstände für die Hunde dienen sollte. Wer sich aber unser gepostetes Zahlenmaterial angeschaut hat, wird schnell verstehen, dass es hier einzig und allein um große Summen Geld geht. GELD ist leider der einzige Antrieb der Firma - und nicht etwa ein Tierschutzgedanke! Es werden größere Zwingeranlagen gebaut, damit mehr Hunde aufgenommen werden können und somit auch mehr Geld für die Unterbringung von der Stadt kassiert werden kann. Auch bedeutet eine größere Gesamtzahl an Hunden, dass mehr von diesen ins Ausland vermittelt werden können - dass man dafür von diversen besuchenden Tierschützern für die augenscheinliche Besserung angepriesen wird, ist nur ein positiver Nebeneffekt. Doch selbst die Hunde, die ausreisen dürfen, müssen bei Herrn Puscas, dem Tierheimleiter bezahlt werden - man merke: Herr Puscas ist ein sehr wohlhabender Geschäftsmann, nicht etwa ein Tierschützer!

Wir haben dies hier nicht gepostet, um die unterstützenden Vereine zu kritisieren, sondern um die zahllosen Spender wachzurütteln und aufzuweisen, WAS sie dort eigentlich unterstützen! Wenn wir solchen Firmen weiterhin Spenden zukommen lassen, werden sie sicherlich nicht damit aufhören. Den Hunden im Danyflor kann man nur helfen, indem man sie dort herausholt und ihnen eine Zukunft bietet!

Das Feuer im Danyflor hat seinen Leiter Herrn Puscas über Nacht leider nicht zu einem anderen Menschen werden lassen, auch wenn viele ihn nun als Helden feiern. Er ist nicht geläutert worden und hat nicht eingesehen, dass Hunde auch lebende, fühlende Wesen sind, die unsere HILFE benötigen - er hat allerdings seit dem Tötungserlass letzten Jahres gelernt, dass viele Menschen sehr wohlwollend sind, wenn es um Hunde in Not geht. Immer wieder kamen viele Organisationen und Privatpersonen - ja, auch wir - um SEINE Hunde auf eigene Kosten zu versorgen und möglichst viele zu retten. Es bedarf nur einiger Tiere in erbärmlichen Zustand und schon machen sich die "dummen Deutschen" auf, um sie zu retten - so einfach lässt sich auf Kosten der Hunde Geld machen.

Wir bitten euch daher: gebt eure Spenden dorthin, wo sie wirklich für Hunde eingesetzt werden. Schenkt sie nicht einem Menschen, der nachweislich schon tausende Hunde getötet hat! Mitleid ist hierein sehr schlechter Ratgeber und schadet dem gesamten Tierschutz mehr als es ihm hilft - wir kaufen ja auch keine Welpen von Hundhändlern!

Dies war die Kurzfassung - wenn wir all das schreiben würden, was wir zum Thema Danyflor noch auf dem Herzen haben, würden wir hier völlig den Rahmen sprengen. Aber ein kleiner Einblick noch zum Schluss für alle "Tierschutzromantiker":

Wenn solche Einrichtungen wie das Danyflor seine Kapazitäten erreicht hat und die Stadt trotzdem drängt, dass Hunde von der Straße müssen, was passiert dann?

Da das töten offiziell verboten ist, muss also ein anderer Weg her:
Die einfachste Lösung ist, kranke Hunde einfach von Zwinger zu Zwinger zu reichen, damit sich möglichst viele Hunde anstecken und sterben (in den vorher bestehenden engen Trakten geschah dies allerdings praktischerweise ohnehin von selbst). Das Danyflor ist nicht umsonst für seine unzähligen Staupefälle bekannt! Wir nennen das „Sterben in Raten“.
Andere Möglichkeit: es wird eine läufige Hündin zu mehreren - natürlich meist unkastrierten - Rüden in den Zwinger gesteckt und die Hunde lösen das Problem der Überbelegung allein. Wir wollen dies hier nicht noch weiter ausschmücken und wünschen euch daher nun lieber viel Spass beim Spenden.

Vielleicht sollte sich jeder Spender auch einmal an die ortsansässigen Tierschutzorgas wenden, wie Pet Hope oder Tierschutzbund RO (Carmen Arsene) und nicht immer alles glauben, was bei FB so verbreitet wird.